#232 – Benagil, Luz und das Salema Ecocamp (Portugal Trip)

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Bom dia!

Heißt Guten Tag auf Portugiesisch und sind einige der wenigen Worte, welche wir hier wirklich brauchen. Am meisten kommen wir mir Englisch aus, was vor allem mich sehr erfreut mal wieder anwenden zu können. Patrick versteht auch das Meiste, ist sich allerdings beim Sprechen nicht immer ganz sicher.

Praia de Benagil

Unser Tag startete etwas früher und wir packten morgens unseren Camper Rio wieder zusammen. Noch fix den Müll vom Vortag entsorgen und dann ging es gegen 09:00 Uhr los vom Campingplatz in Albufeira. Unser Ziel war eine „versteckte“ Höhle am Strand „Praia de Benagil“. Diese ist nur über den Wasserweg zu erreichen und bietet wohl einen eindrucksvollen Blick von innen nach außen und durch ein Loch in der Höhlendecke. Auf den Fotos im Internet sah dies jedenfalls schon spektakulär aus. Wir hatten am Vorabend noch einige Tipps von dem jungen Paar mit dem Camper „Minty“ erhalten, was den Besuch dort anbelangt.

So würde es sich lohnen vor 10 Uhr dort anzukommen, da dann noch so gut wie keine Touristentouren mit Booten gestartet sind. Es gibt oberhalb des Strandes einen riesigen kostenfreien Parkplatz, der zu unserer Ankunft auch noch bis auf 5-6 andere Autos komplett leer war. WIr machten uns fertig fürs Wasser und schnappten uns die Surfbretter, denn damit wollten wir zur Höhle paddeln. Hier kam dann auch zum ersten mal der praktische „Schlüsseltresor“ zum Einsatz. Einfach alle Wertsachen im Pacsafe (welchen wir schon auf der Weltreise mithatten) verstaut und dann Camper abschließen. Den Autoschlüssel dann in den Schlüsseltresor und diesen außen am Camper befestigen. So konnten wir ohne Wertsachen los!

Algar de Benagil

Am Strand angekommen sahen wir uns erstmal ein wenig um. Die Wellen waren etwas höher wie erwatet und wie wir später feststellten, gelang es nicht jedem auf Anhieb mit einem Board ins Wasser. Wir jedoch passten die Wellen richtig ab und schwangen uns dann auf die Surfboards. Es dauerte einige Paddelzüge hinaus aufs Wasser, bis die Höhle dann schon links von uns zu sehen war. Nach ca. 10 Minuten befanden wir uns davor. Die 2 Eingänge sind relativ schmal und der eine noch mehr als der andere. Ich wartete 2 Schwimmer ab, bevor ich mich dann Richtung Strand in der Höhle treiben ließ. Mit einer passenden Welle paddelte ich dann bis kurz vorm Strand, wo man leicht abspringen und den Rest zu Fuß zurücklegen kann. Patrick tat dem gleich und dann waren wir auch schon da. Mit uns noch ein paar andere Menschen die eben als Schwimmer, mit einem SUP oder Kanu ankamen.

Wir machten einige Fotos und Videos, schauten in die Ferne und beobachteten den ganzen Trubel. Nach ca. 30 Minuten kamen dann die ersten Touristenboote an, was für alle in der Höhle etwas „merkwürdig“ wirkte. Man fährt hierbei bis in den Eingang und bei passendem Wasserstand aus dem anderen wieder hinaus. Es ist bestimmt für ältere oder kleine Kinder eine gute Alternative, doch das wahre Feeling kommt unserer Meinung nach erst auf wenn man auch den Weg selbst zurückgelegt hat.

Danach paddelten wir wieder zurück an Strand und relaxten etwas. Vor der Abfahrt wechselten wir nochmal die Klamotten und wanderten vom Parkplatz aus noch zum Aussichtspunkt, wo man von oben in die Höhle schauen konnte. Einige Fotos und Videos später wurde der Hunger bemerkbar und wir machten uns bereit für die Abfahrt.

Luxus Mittagessen?

Patrick suchte uns etwas zum Mittag heraus, während ich mich durch das inzwischen aufgekommene Parkchaos kämpfte. Es wurde inzwischen echt an jedem freien Zentimeter geparkt und auch in zweiter Reihe. Unser Weg führte uns dann letzendlich zum  „Miss Pasta„, welcher allerdings nicht irgendwo in einer Stadt lag. Das Restaurant befand sich mitten im Hotelbereich des „Prainha Clube“ ca. 30 Minuten entfernt. Dennoch hatte Patrick online herausgefunden, dass auch externe Gäste jederzeit willkommen sind. Wir parkten also vor dem Hotel, fragten an der Rezeption (wo uns der Weg sehr freundlich erklärt wurde), spazierten dann am Hotelpool entlang und durch die Anlage bis zum Restaurant. Als dann doch wir die einzigen Gäste waren, fühlte es sich etwas komisch an.

Nach kurzer Zeit kam aber eine Servicekraft und wir bestellten unser Essen. Für Patrick eine Pizza und für mich ein Hähnchen Curry Risotto, welches beides hervorragend lecker war. In aller Ruhe ließen wir uns das Essen schmecken und versuchten wirklich jede Aktion hier in Portugal zu genießen. Anschließend bezahlten wir und verabschiedeten uns, bevor es dann mit dem Camper wieder auf Tour ging.

Ponta de Piedade

Da noch reichlich Zeit war, wollten wir vor dem Campingplatz noch einen Zwischenstop im südlichen Lagos und in Luz einlegen. DIesbezüglich hatten wir uns beim Mittagessen etwas herausgesucht. Es ging also zuerst zum „Ponta de Piadade„, einer als Sehenswürdigkeit bekannte Steilküste und weitere 35-40 Minuten entfernt. Hier kann man sich nich nur einen alten abgeschirmten Leuchturm ansehen, sondern an einer bestimmten Stelle auch hinunter zum Wasser. Es führt eine lange Treppe bis zum besagten Punkt, wo das Wasser gegen die Klippen schellt. Dies war ein beeindruckendes Bild, wenn auch zugleich bei der Wärme im Zusammenhang mit den Treppen etwas anstrengend.

Als wir wieder oben angekommen waren und genug Luft geschnappt hatten, gingen wir noch bis zur südlichsten Spitze und machten weiterhin einige Fotos und Videos. Der Ausblick hinunter, wie auch entlang der Küste war beeindruckend und weckte in mir die Erwartungen, welche ich vorher online über Bilder von Portugal hatte. Allgemein ist hier viel los, da auch einige angesagte Strände sich in der Nähe befanden. Diese sollen wohl vor allem für Schnorchler interessant sein. Für uns war es allerdings dann auch genug und es verlangte uns nach einem Eis.

Luz

Wie gut, dass wir auch das schon vorher in gewisser Weise eingeplant hatten. In Luz hatte ich eine wohl recht gut besuchte Eisdiele herausgefunden, welche unser nächstes Ziel sein sollte und mit 15 Minuten nicht all zu weit entfernt lag. Das Parken gestaltete sich wieder recht leicht, denn auch hier hatten wir einen gößeren kostenlosen Parkplatz nur 5 Gehminuten entfernt gefunden. Es ging dann zu Fuß runter Richtung Wasser, wo uns die Eisdiele „Ice Cream Factory“ schon ins Blickfeld fiel. Auch wenn eine Kugel Eis hier 2,50€ kosten sollte, so waren es für 3 Kugeln dann immerhin nur 5€. Was ein Angebot, was wir uns aufgrund der gewünschten Erfrischung gönnen wollten.

Mit dem Eis ging es dann zu einer schattigen Bank näher an der Küste mit herrlichem Ausblick. Wieder einmal bemerkten wir hier, wie viele Deutsche doch noch Urlaub machten. Das war Vivi und mir allerdings auch bei der Weltreise aufgefallen. Ich machte dann noch ein paar Fotos und Videos auf den Felsen, bevor wir uns dann auf zum Campingplatz machen wollten.

Salema Eco & Surfcamp

Diesen Campingplatz hatten wir bereits in Deutschland rausgesucht, aber nichts reserviert oder gebucht. Nach der ca. 20 Minütigen Fahrt kamen wir an und parkten erstmal oben an der Straße. Wir wollten nicht direkt die steile Auffahrt hinunter und fragten daher erstmal nach einem freien Platz. DIes war aber kein Problem und wir erhielten alle notwendigen Dokumente (Ausweis für das Auto, Camparmbänder und eine Übersichtskarte). Das Camp liegt in einem Wald und setzt seinen Fokus auf Natur und Surfen – daher auch der Name 😉 .

Nach einer Erkundungstour durch die Anlage entschieden wir uns für einen Platz nicht all zu weit vom Eingang entfernt. Ebenso waren Sanitäreinrichtungen in der Nähe und der Platz war diesmal ebenerdig, was wir in Albufeira verpasst hatten zu bedenken. Es macht zumindest das draußen sitzen und schlafen im Camper angenehmer. Wir richteten uns ein und trafen dann auf weitere Siesta Camper, die hier vor Ort waren. Auch mit denen unterhielten wir uns kurz über Pläne und bisherige Erfahrungen. Später teilten Sie uns sogar mit, dass der Camper „Minty“ ebenfalls hier sei mit neuen Campern als wir sie am Vortag gesehen hatten.

All-You-Can-Eat Pizza

Wir saßen noch etwas länger draußen und schauten uns bisherige Videos und Fotos an, bis uns dann doch irgendwie etwas Hunger überkam und die Snacks nicht mehr ausreichten. Zudem sei zu erwähnen, dass das zum Campingplatz gehörige Restaurant jeden Abend ein wie die Überschrift schon besagt „Pizza Night“ anbietet. Von einer Auswahl an Pizzen konnte man zu einem Festpreis von 15€ soviele Pizzen bestellen wie man wollte bzw. schaffte. Es wurde darauf aufmerksam gemacht bitte auch nur soviel zu bestellen wie man schafft und nicht verschwenderisch zu sein.

Das Restaurant hat eine gemütliche Atmosphäre und gute Musik aufgelegt, die Pizzen waren ebenfalls großartig und auch nicht zu klein. Während ich noch 2 Pizzen schaffte, nahm Patrick den Rest seiner 2ten lieber mit. Mit Pizzakarton im Camper und gefüllten Mägen war für uns der Tag beendet und wir legten uns schlafen. Ein weiterer erlebnisreicher Tag geht zuende!

Beste Grüße
Torben