#142 – Dole Plantation & Torben´s Geburtstag!

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Aloha!

Heute gibt es viel zu erzählen. Da der Abend gestern etwas später wurde, haben wir keinen Beitrag mehr verfasst. So bekommt ihr nun die volle Ladung! 😀

Tanken in den USA

Der gestrige Tag begann mal wieder mit etwas Neuem. Die Nacht haben wir ganz gut überstanden (Es gibt wirklich bequemeres als im Auto zu schlafen.), wir genossen die warme „open air“ Dusche und verstauten unsere Sachen wieder im Kofferraum.

Danach machten wir uns auf den Weg, denn es stand wieder einiges auf dem Tagesplan. Wir gaben die Adresse für den ersten Stop ein und fuhren los. Wir erkundigten wieder eine ganz neue Gegend O´ahu´s und folgten natürlich brav dem Navi. Als wir doch dann auf einer Abbiegespur feststellten, dass wir gerade auf ein Militärgelände zufahren, die Autofahrer um uns herum alle camouflage-Uniform trugen und am Gate einen Ausweis vorzeigten, wussten wir, dass wir hier nicht richtig sein können. Wir näherten uns dem Gate und vor Ort erklärte Torben dem Soldat, dass das Navi uns wohl fehlgeleitet hat und wir durften umdrehen. 😀 Es handelte sich hierbei um das „Wheeler Army Air Field“, welches ein riesiges Gelände umfasst und fast schon wie eine eigene kleine Stadt ist.

Der Tank neigte sich langsam dem Ende zu und so mussten wir uns dieser Hürde annehmen, denn Tanken ist nicht so einfach, wie man es zum Beispiel aus Deutschland gewohnt ist.

In den USA funktioniert das Tanken wie folgt:

Es gibt 3 verschiedene Methode:

  1. Man hält an der Tankstelle, kann an der Zapfsäule seine Kreditkarte nutzen und tankt einfach nach Belieben. Herbei gibt es allerdings das Problem, dass bei der Nutzung der Kreditkarte meisten der „Zip-Code“, sprich Postleitzahl abgefragt wird. Natürlich ist auf einer deutschen Kreditkarte kein amerikanischer Zip-Code abgespeichert, weshalb es zu einem Error führt und nicht funktioniert. Nach und nach klappt es wohl auch mit ausländischen Kreditkarten.
  2. Man hält an der Tankstelle, geht in das Kassierer Häuschen und legt seine Kreditkarte vor. Hierbei wird ein bestimmter Betrag (zb. 60$) reserviert und man geht dann wieder raus zur Zapfsäule und tankt. Nach dem erfolgreichen tanken geht man zurück zum Kassierer und es wird dann der tatsächlich verbrauchte Betrag abgebucht.
  3. Man hält an der Tankstelle, geht in das Kassierer Häuschen und hinterlegt einen bestimmten Bargeldbetrag (zb. 60$). Dann geht man wieder raus, tankt und holt sich anschließend das Restgeld vom tatsächlich bezahlten Betrag.

Zudem sei noch gesagt, dass man natürlich auch nachzahlen kann, wenn man sich mal vertan hat. Außerdem muss man hier, sobald man wie gewohnt den Zapfhahn abgehoben hat, noch die Halterung des Zapfhahnes wie einen Schalter nach oben umlegen, damit die Pumpe startet. Doch wir haben uns vorher informiert und die Kassiererin auch nochmal unser Wissen bestätigt, demnach war das kein Problem.

Frühstück bei Starbucks

Mittlerweile knurrte schon der Magen und so machten wir uns auf die Suche nach einem Frühstück. Wir hielten in Wahiawa bei einem Starbucks und genossen dort zum aller ersten Mal ein Frühstück. Für jeden gab es einen Kaffee und einen Bagel mit Cream Cheese. Super lecker und gar nicht mal so teuer. 😉

Dort erledigten wir auch noch ein paar Dinge am Laptop, checkten unsere Mails und machten uns dann auch wieder auf den Weg.

Dole Plantation

Als wir nach Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten für O´ahu nachgeschaut haben, tauchte immer wieder die „Dole Plantation“ auf. „Dole“ kennt man in Deutschland vielleicht eher als Marke für Bananen. Diese Plantage ist jedoch von Ananas.

Wir haben viel recherchiert und die Meinungen darüber waren geteilt. Doch wir haben uns gedacht, dass wir einfach mal hinfahren und uns das mal vor Ort anschauen. Es gibt eine Eingangshalle, wo man Schmuck, Lebensmittel, Souvenirs oder andere Kleinigkeiten erwerben kann. Hier findet auch stündlich eine „Ananas Presentation“ statt.

Neben dieser Halle gibt es noch einen großen Irrgarten und eine Gartentour. Dafür muss man jedoch Eintritt bezahlen. Man kann auch Combo-Tickets kaufen, aber für uns waren die Preise zu viel und so kauften wir nur ein leckeres, großes Ananaseis für $6,55.

Polizei im Einsatz

Auf der Hinfahrt waren wir auf das Schild des „Wahiawa Botanical Garden“ aufmerksam geworden. So machten wir uns auf den Weg dort hin. Unser Navi ist nicht so das Beste und, wie schon bei anderen Zielen, fuhren wir auch diesmal, trotz korrekter Eingabe, vorbei. Wir drehten um, doch als wir dort ankamen, konnten wir nicht auf den Parkplatz fahren, da ein Polizeiwagen die Zufahrt versperrte. So fuhren wir langsam vorbei und auf dem Parkplatz waren noch mehr Polizeiautos und auf der Brücke standen Polizisten und wir sahen einen Mann außerhalb der Brücke stehen, der von einem Soldaten festgehalten wurde.

Wir fuhren weiter und überlegten, was wir nun machen wollen. Wir hatten keine Alternative und so fuhren wir wieder zurück, um zu sehen, ob wir doch irgendwie reinkommen. So fuhren wir auf die Auffahrt und warteten ab und taten unwissend. Mittlerweile war der Mann von der Brücke und die Polizisten kümmerten sich um ihn. Ein anderer Polizist teilte uns mit, dass es nicht mehr lange dauern wird und so warten wir ab und wurden wieder Zeugen einer Szene.

Ein Krankenwagen kam, der Mann wurde mit gefesselten Füßen dort hingebracht, aber kam wenig später wieder mit den Polizisten an der Seite zurück. Krankenwagen fuhr wieder weg und ein anderer Polizist mit normalen Polizeiwagen (ansonsten sind es normale Autos, aber mit Blaulicht) und so wurde der Mann abgeführt. Irgendwie interessant, aber auch erschreckend, denn vor wenigen Minute, wollte dieser Mann sich bei der Brücke das Leben nehmen.

Wahiawa Botanical Garden

Nach und nach fuhren dann auch die anderen Polizisten weg und wir hatten Zugang zum botanischen Garten. Der Eintritt ist kostenfrei, aber man trägt sich in eine Liste ein (wahrscheinlich zur Statistik, wie viele Besucher kommen). Der Mann teilte uns eine große, einlaminierte Übersichtskarte aus und erklärte und noch kurz ein paar Dinge.

Der botanische Garten ist nicht sonderlich groß. Es gibt einige nummerierte Bäume, wozu es noch weitere Infos gibt, aber ansonsten war ein Weg gesperrt und es war recht trocken, sodass es auch den Wasserfall nicht gab.

Wir schauten uns um, aber waren nach kurzer Zeit auch durch. Recht nett, aber muss man nicht unbedingt hin!

Essen & Einkauf im Supermarkt

Mittlerweile waren wir auch schon wieder etwas hungrig und so fuhren wir nur die Straße entlang und aßen unser spätes Mittagessen. Auf dem gleichen Gelände gab es auch noch einen Supermarkt, wo wir noch ein paar Lebensmittel einkauften.

Im Anschluss daran fuhren wir auch wieder zurück zum Campingplatz. Der Plan war eigentlich etwas schwimmen zu gehen, doch es waren recht starke Wellen und es lud selbst den wellenfreudigen Torben nicht so ein. So genossen wir es einfach nur, den Wellen und den Krebsen zu zuschauen.

Neue Logos, Abendessen & Webinar

Irgendwann wurde das aber irgendwie öde und da wir noch was am Notebook machen wollten, packten wir unsere Sachen uns saßen uns im Außenbereich der „Dining Hall“ hin, denn hier gab es das freie WLAN.

Torben hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt unsere Bilder bzw. das Logo bei den Social-Media abzuändern. So überlegten wir gemeinsam, probierten uns etwas aus und lernten dadurch auch gleich ein paar neue Funktionen von „Photoshop“ kennen.

Wir sind super zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns, dass wir nun im neuen Glanz erstrahlen. Was sagt ihr dazu?

Währenddessen aßen wir noch unser Abendbrot (Vollkorn-Bagel mit Erdbeermarmelade) und warteten bis zu unserem Termin ab.

Torben hatte vor ein paar Tagen ein Angebot für ein Webinar entdeckt, was über das Thema „Reiseblogs und wie man damit Geld verdienen kann“ handelt. Es gab wohl nur begrenzte Plätze und Torben hatte sich dafür angemeldet. Um 20:30 Uhr waren wir dann bereit und 390 Teilnehmer waren insgesamt bei diesem Webinar.

Inhaltlich konnten wir uns davon leider nicht viel mitnehmen, denn die Hälfte über haben sie ihr Produkt vorgestellt, was zum Angebotspreis angeboten wurde. Die Kasse klingelte, denn man konnte sehen, wie viele sich für dieses Produkt von knapp 100€ eintrugen. Wir hatten kurz drüber nachgedacht, aber uns schien es etwas suspekt, denn letztendlich war dieses Webinar nur für dieses Produkt und mehr nicht. Also irgendwie abzocke!

Letztes Frühstück auf dem Campingplatz

So ging es für uns dann auch recht spät ins Bett und auf in die letzte Nacht in unserem Chevy. Wir frühstückten (wieder Bagel mit Marmelade :D) und machten uns fertig. Heute war ein besonderer Tag, aber dazu gleich mehr.

Zurück in den Süden O´ahu´s (Schnorcheln)

Wir verließen den Campingplatz und fuhren die Straße zurück in den Süden O´ahu´s. Auch dieser Weg war recht neu für uns und es dauerte etwas über eine Stunde Fahrt vom Camp Mokuleia runter nach Waiʻanae. Dort hatten wir uns einen Strand zum Schnorcheln rausgesucht.

Wir erkundigten uns bei dem Lifeguard, ob das ein guter Ort zum Schnorcheln ist und sie teilte uns freudig mit, dass es ein guter Ort sei und man Schildkröten, viele Fische und auch Delfine sehen könnte. Da waren wir nun aber gespannt, gaben ihr den Autoschlüssel und ab ins Wasser. Den meisten Weg sah man fast nichts, da das Wasser etwas diesig war. Erst bei den Felsen sah man ein paar Fische und Korallen, aber das war es dann leider auch schon. Und so fuhren wir dann etwas enttäuscht wieder davon.

Endlich wieder ein richtiges Bett

Doch die Enttäuschung hielt nicht lange an, denn nach sechs Nächten im Auto haben wir nun für ein paar Nächte wieder eine airbnb-Unterkunft und somit endlich wieder ein richtiges Bett!

Die Gegend ist recht gehoben und typische, amerikanische Einfamilienhäuser waren in der Straße zu sehen. Wir hielten vor unserer Unterkunft und ließen erstmal alles im Auto, um uns erstmal umzusehen. Unser airbnb-Gastgeber Keith teilte uns mit, dass wir einfach kommen können, aber aktuell noch andere Gäste da sind.

So wurden wir von den aktuellen Gästen empfangen, die ebenfalls aus Deutschland sind und auch, wie wir, für ein Jahr eine Weltreise machen. Wir unterhielten uns über die bisherigen Erfahrungen und es war spannend sich auszutauschen. Es handelt sich hierbei um Andreas & Soraya von „2016handinhand.wordpress.com“ , schaut doch mal bei denen vorbei. 😉

Wir machten uns nur etwas frisch und zogen uns um, aber es fühlte sich unglaublich gut an. Nach knapp einer Woche wieder eine richtige Dusche und wohnen in einem Haus! Es war hier aber nicht irgendein Haus, denn es ist recht groß, modern und stilvoll eingerichtet mit einem schönen Garten, wo sich auch noch ein Whirlpool befindet.

Torbens Geburtstag – Essen im Hard Rock Café in Honolulu

Nach kurzer Inspektion ging es für uns aber erstmal wieder weiter, denn der Tag sollte noch etwas gefeiert werden. Heute ist nämlich Torbens Geburtstag! Neben dem „Endlich wieder in einer richtigen Unterkunft schlafen!“ wollten wir es uns mit einem besonderen Essen gehen.

Wir holten erst noch zwei Pakete von unserer ehemaligen airbnb-Gastgeberin Lorraine ab und fuhren dann in die Innenstadt Honolulu.

Torben wollte gerne im Hard Rock Café Essen und so machten wir das – Geburtstagskind bestimmt, nicht wahr? Wir wählten uns ein Drink und was zu Essen aus und wie sollte es anders sein, gab es für Torben natürlich einen Burger. Vivi bestellte ein Flatbread und beides war sehr lecker.

Zur Überraschung (wir hatten vorher schon unserer Bedienung offenbart, dass Torben Geburtstag hat) kam unsere Bedienung Marcella mit einem Eisdessert und Kerzen an. Doch nicht nur das, sondern sie rief auch laut „Attention please! Attention please! We have here a Birthday and let´s give him a big „Happy Birthday“ at Three!“ und so zählte sie laut bis drei und alle riefen „Happy Birthday!“. Sowas hat man auch nicht immer und auch wenn es Torben viellecht etwas unangenehm war so im Mittelpunkt zu sein, war es doch was Schönes und Besonderes! 🙂

Entspannen & Schlaf nachholen

Dann ging es für uns auch zurück zur Unterkunft. Vivi schmiss eine Ladung Wäsche rein und dann lernten wir auch Keith, unseren airbnb-Gastgeber kennen. Er zeigte uns alles Weitere und lud uns auch ein, den Whirlpool zu nutzen, was Torben auf jeden Fall auch wollte.

So ging es wieder in die Badesachen und ab in den Whirlpool. Ganz schön edel! Irgendwann kam Keith und bot Torben ein Bier an und er saß außen auf einem Hocker und unterhielt sich mit uns. Wir erfuhren viel über ihn und tauschten uns über das Reisen aus. Er ist wirklich ein sehr sympathischer Gastgeber und wir fühlen uns hier sehr wohl. Drei Bier später sitzen wir nun wieder drinnen und es ist schon spät…

Daher: Gute Nacht! Das wars für heute von uns. 😉

Lieben Gruß,
Torben & Vivi

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