#150 – Eine Insel weiter – Kauai

Eingetragen bei: Hawaii | 0

„Aloha!

Ein paar Tage war es auf unserem Blog etwas still, denn erstens ist das immer so eine Sache mit dem Internetzugang und zweitens waren wir auch viel unterwegs und haben unter anderem gestern die Insel gewechselt. Dazu nun aber mehr… 😉

Volunteering & Essen in Paia

Von Samstag auf Sonntag hatten wir nochmal auf 7000ft geschlafen und somit eine weitere kalte Nacht. Doch unser Ticket vom „Haleakala National Park“ war für insgesamt drei Nächte gültig und so wollten wir dies auch nutzen. Drei Nächte für zwei Personen für $20 ist doch super, nicht wahr?

Am Sonntag sind wir nochmal zum Strand und haben Ian vom „Hawaii Wildlife Fund“ als Volunteer unterstützt. Diesmal waren es nicht so viele Schildkröten, aber trotzdem toll. Es kam auch eine Schildkröte an Land, die einen schlimmen Tumor an ihrem Hals/Kopf hatte, mit der gleichen Größe ihres Kopfes. 🙁 Vivi sollte das fotografieren, denn das hilft auch zu Forschungszwecken. Leider können nur den wenigsten Hono´s geholfen werden, da es keinen Facharzt auf Maui gibt.

Gegen späten Nachmittag verabschiedeten wir uns von Ian, der an diesem Tag nicht ganz so gesprächig war, und machten uns auf die Suche nach dem Abendessen.

Paia ist bekannt dafür, dass alles dort recht hip und hippie-mäßig ist. Es gibt viele Shops und Restaurants und teilweise tobt das Leben hier. Wir entschieden uns für das „Rock & Brews“, wo wir beide jeweils eine Pizza aßen. War sehr lecker und Softdrinks werden hier immer wieder aufgefüllt.

Zurück ins Camp Olowalu

Dann ging es für uns mit unserem amerikanischen Familien-Van zurück zum Campingplatz „Olowalu“, wo wir schon mal waren.

Eigentlich war der Plan noch vor Sonnenuntergang anzukommen, um noch im hellen duschen zu können, aber daraus wurde leider nichts. Die Sonne ging doch schneller unter als gedacht und so wurde das Duschen auf den nächsten Morgen verschoben.

Wir nutzen noch das freie WLAN bei der Rezeption und luden ein paar Geräte am Strom auf.

Am Montagmorgen frühstückten wir wie immer in unserem Auto und machten uns einen Plan für den Tag.

Bilderwerk Hamburg

Lahaina – die alte Hauptstadt Hawaii´s

Unser Weg führte uns nördlich nach Lahaina. Lahaina war von 1820 bis 1845 die Hauptstadt von Hawai und die Hauptstraße wurde mal zur „Top Ten Greatest Streets“ von Amerika gewählt. Bunte Holzfassaden schmücken die Straße, wo sich viele verschiedene Shops, Galerien, Restaurants und Cafés befinden. Ebenso ein kleiner Hafen und einen Park mit dem bekannten „Banyan Tree“.

Wir schlenderten die Straße entlang, schauten uns ein paar Geschäfte an, kauften Postkarten und entschlossen uns dann dort das Mittagessen im „Cheeseburger in Paradies“ genießen zu lassen. Das „Cheeseburger“ ist in Hawaii weitverbreitet und hat viele Restaurants, die dann je nach Lokation einen bestimmten Namenszusatz hat.

Das Restaurant war wirklich sehr gut besucht, dennoch bekamen wir recht schnell einen Platz. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Burger, leider nur einen Vegetarischen für Vivi. Aber es war lecker und wir haben die Zeit in Lahaina sehr genossen.

Die Begegnung mit Sora

Den Rest des Tages haben wir eher entspannt verbracht. Soweit hatten wir auch alles erledigt, was wir uns für Maui vorgenommen hatten und der Abschied nahte, so stand uns auch das Packen bevor.

Gegen Abend begannen wir, das Auto von Müll zu entfernen und unsere Sachen schon mal zu packen. Noch ein letztes Mal wollten wir die Steckerleiste an der Rezeption nutzen und so saßen wir uns dort hin. Ebenso eine andere Frau und ein Mann. Jeder war an seinem Handy vertieft, doch dann kamen wir ins Gespräch. Die Frau, ihr Name ist Sora, kommt auch aus Deutschland, genauer aus Dortmund. Wir unterhielten uns über Verschiedenes und auch übers Reisen. Tauschten unsere Erfahrungen aus und auch mit dem Mann, der „nur“ für eine Woche vom Festland etwas Urlaub nimmt, unterhielten wir uns. 🙂

Es war ein netter Abend und eine schöne Begegnung. Wir verabschiedeten uns dann irgendwann, denn am Dienstag ging es relativ früh wieder raus.

Dort trafen wir Sora wieder, denn sie wollte sich ein Auto für ein paar Tage mieten und fragte, ob wir sie mit zum Flughafen nehmen können. Da wir ja eh dorthin mussten und genug Platz im Auto hatten, war das kein Problem.

Eine Insel weiter –> Kauai

Am Flughafen verabschiedeten wir uns von Sora. Die Abgabe bei Hertz lief problemlos und diesmal hatten wir auch alles aus dem Auto rausgeholt.

Am Flughafen hatten wir noch genug Zeit, aber konnten schon unser Gepäck abgeben und einchecken und dann am Gate warten. Mit einem Kaffee genossen wir die letzte Stunde auf Maui bevor es dann mit dem Flieger mit „Hawaiian Airlines“ nach Kauai ging.

Die dritte Hawaii-Insel, die wir besuchen. Der Flug dauerte knapp eine Stunde und dann kamen wir an dem kleinen Flughafen in Lihue an.

Neuer Mietwagen & Camping-Permitts

Vom Flughafen aus gab es wieder Shuttles, die einen zu dem jeweiligen Mietwagenhändler fahren. Diesmal hatten wir über „Reiss Aus!“ bei „Alamo“ einen Mietwagen gemietet. Von unserem amerikanischen Familien-Van wechselten wir nun zu einem … amerikanischen Sportwagen. Torben kam ja schon mal an dem Wochenende unserer Hochzeit in den Genuss und nun da man sie ja überall in Hawaii sieht, gönnten wir uns diesen Spaß auch hier. Viel teurer im Vergleich zu einem „normalen“ Mietwagen ist es gar nicht, aber das Feeling ist schon anders.

So fahren wir nun mit unserem Ford Mustang Cabrio (die hatten nur Cabrios :D) durch Kauai und entdecken die Insel. 😛

Unser erster Stopp war das „Civic Center“, wo wir uns die Genehmigungen für die Campingplätze holen wollten. Wir hatten diesmal alles online recherchiert und uns notiert, wann wir wo sein wollen. Diesmal hatte das Büro auch auf und wir mussten nur die Mittagspause abwarten, bis wir dann erfolgreich die Genehmigungen erhielten.

Viele verschiedene Campingplätze rund um die Insel gehören zum Staat und sind oft Teil eines „State Parks“. Pro Nacht und pro Erwachsener kostet das Campen $3 und man kann 30 Tage am Stück campen. Man muss jedoch die Öffnungszeiten beachten, denn manche Parks haben nur am Wochenende auf oder schließen für ein paar Tage in der Woche.

Glücklich mit den „Permits“ ging es für uns weiter. Erstmal eine Stärkung mit einem ordentlichen Sandwich von Subway und dann zum „Waltmart“. Hier kauften wir uns ein Zelt, eine Luftmatratze und eine Pumpe (funktioniert mit Batterien). Außerdem noch ein paar Lebensmittel und so waren wir nun gut ausgerüstet fürs Campen. 😀

Haena Park & Regen, Regen, Regen

Die Fahrt wurde in den Norden fortgesetzt. Wir genossen den Ausblick und Torben den Fahrspaß!

Die Straßen sind soweit gut ausgebaut, doch auch hier gibt es mal engere Straßen oder einspurige Brücken. Beim „Haena Park“ angekommen, erkundigten wir erstmal die Umgebung bevor wir das Zelt aufbauten. Direkt gegenüber vom Campingplatz befindet sich zum Beispiel die „Maniniholo Dry Cave“. Doch immer wieder regnete es, sodass alles nur in Etappen voranging.

Irgendwann stand dann das Zelt, die Matratze war aufgepumpt und die Sachen im Zelt. Das erste Mal zelten wir nun gemeinsam! 😀 Es gibt immer mal für irgendwas das erste Mal, nicht wahr? Da es dann mehr zu regnen anfing, testeten wir ob das Zelt von Innen trocken hält und gingen eben ein wenig früher schlafen. Der Regen hörte eine Weile nicht auf und Vivi machte sich schon Sorgen, ob wir nicht noch wegschwimmen. Das Meer war nicht weit entfernt und die Schlaglöcher der einen Hälfte des Parkplatzes standen schon unter Wasser.

Das Zelt hielt trocken und der Regen ließ hin und wieder nach. Am Morgen packten wir alles bis auf die Matratze und das Zelt wieder ins Auto und hofften, dass es nicht überall und den ganzen Tag regnet. Leider haben wir mittlerweile herausgefunden, dass es hier recht häufig regnet und den Tag über war es ein Kommen und Gehen. Wir erkundigten ein wenig Princeville und Hanalei und hoffen, dass das Zelt noch steht.

Soweit von uns aus Kauai 😉

Gruß,
Torben & Vivi