#203 – Niagarafälle | Kanada

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Hello everybody 🙂

Nach ein paar Tage Stille auf dem Blog lassen wir nun auch hier wieder von uns hören bzw. lesen. Über die sozialen Medien hat der ein oder andere ja schon ein wenig von den letzten Tagen mitbekommen, doch jetzt wollen wir euch hier auch auf den neusten Stand bringen.

Ein paar ruhigere Tage

Unsere Unterkunft beim zweiten Aufenthalt in Toronto liegt etwas weiter außerhalb von Downtown. Dennoch sind wir Dank der U-Bahn innerhalb von 30 Minuten in der Innenstadt und bevorzugten daher eher eine Unterkunft in einer ruhigeren Gegend. Unsere airbnb-Gastgeberin Sarah wohnt in einem schönen Haus in der ruhigen Gegend „Bedford Park„. Hier gibt es hauptsächlich nur Wohnhäuser und nebenan liegt direkt die „Yonge Street“.

Die letzten Tage haben wir bei dem eher schlechteren Wetter (Es ist hier der schlechteste Sommer seit Jahren und seit Mai quasi „Dauerregen“.) Platz auf der gemütlichen Couch gefunden und etwas „Homeoffice“ nachgeholt. Es gibt immer was zu tun und wir sind auch froh ein paar ruhigere Tage ohne viel Programm zu haben. Im Garten kann man die paar Sonnenstrahlen am Tag genießen und ein täglicher Spaziergang durch die Gegend ist meist auch noch eingeplant. Wir genießen ebenfalls die Gespräche mit Sarah über das Reisen, Berufliches, Privates und was man so alles in Toronto machen kann. Sie ist sehr nett, freundlich und hilfsbereit!

Am Notebook holen aktuell noch einiges zu Videos und VLOG´s nach und schreiben ein paar Blogbeiträge, wie z.B. zur Burger Journey. Zudem sind es nur noch knapp 2 Monate bis zu unserer Rückkehr nach Deutschland und auch wenn man die Reise noch in vollen Zügen genießen will, so bedarf auch die Rückkehr ein wenig Planung. Daher schreiben wir aktuell Bewerbungen für potenzielle Jobs und schauen, was noch in den ersten Wochen erledigt werden muss.

Niagarafälle

Für das Wochenende war etwas besseres Wetter vorhergesagt und wir wollten ja noch unbedingt zu den „Niagarafällen„. Da unser erster Aufenthalt in Toronto etwas kurz war und wir nicht alle Aktivitäten in den Zeitraum quetschen wollten, war das Wochenende perfekt dafür. Nach einiger Recherche entschieden wir uns die Hin- und Rückfahrt über „Greyhound-Bus“ zu buchen, denn die „Niagarafälle“ sind immerhin noch 1 1/2 Stunden von Toronto entfernt. Zur Auswahl standen noch Mietwagen oder ein Shuttle von einem Casino vor Ort, was aber etwas teurer war. Über die Webseite „Busbud.com“ fanden wir relativ günstige Tickets für Hin- und Rückfahrt mit dem „Greyhound-Bus“, welche wir direkt buchten. Parallel informierten wir uns über die Möglichkeiten mit dem „Hornblower“ (Boot/Schiff) zu den Wasserfällen zu fahren.

Hierbei unterschiedet es sich zwischen einem Tages- und Nachtpreis. Tagsüber fährt das Schiff alle 15 Minuten zu den beiden Wasserfällen (es gibt hier die „American Falls“ und die „Canadian Falls„) und Abends gibt es noch eine gesonderte Fahrt ab 21 Uhr. In der Woche inklusive beleuchteter Wasserfälle & Feuerwerk und am Wochenende (Samstag & Sonntag) nur mit den beleuchteten Wasserfällen. Wir entschieden uns für ein vergünstiges Kombi-Ticket, wo man tagsüber einmal mitfahren kann und die Abendfahrt inklusive ist.

Unser Tag am Freitag begann daher etwas früher als den Rest der Woche und der Bus fuhr um 09 Uhr von Downtown aus los. Die Tickets hatten wir zuvor ausgedruckt und uns daher direkt draußen in die Warteschlange gestellt. Der Bus war voll und die Fahrt dorthin scheint beliebt zu sein. Während der Fahrt holten wir etwas Schlaf nach, sofern es denn möglich war, denn hinter uns saßen ein paar etwas lautstartkunterhaltende Deutsche. 😀

Niagara

Wir kamen am Busterminal an und mussten dann noch ca. 30 Minuten zu Fuß bis zum Hauptbereich zu den Niagarafälle gehen. Es war noch nicht viel los um diese Uhrzeit (circa 11 Uhr) und eine Wolkendecke hing über uns, was es auch etwas frisch machte. Für uns war klar, dass erstmal ein Kaffee her musste und wir dann den weiteren Tag etwas durchplanen. Den Kaffee haben wir beim Starbucks im „Sheraton“ gefunden…und die Preise waren für die touristische Gegend entsprechend höher angesetzt. Das hatte uns zuerst etwas überrascht, aber auch nicht weiter verwundert. (Macht man auch nur einmal!) 😀

Hier befindet sich übrigens auch die „Rainbow Bridge„, welche die USA mit Kanada verbindet und man hier die Grenze überqueren kann. Das System war für uns nicht ganz ersichtlich, denn anscheinend muss man nur 0,50 (US o. CA)$ Toll Gebühren (als Fußgänger) zahlen und kann dann auf die andere Seite. Zurück kommt man jeweils nur mit einem gültigen Visa etc. Doch da alles automatisch ablief, aktuell keine Ansprechpartner vor Ort waren und es Vivi zu unsicher war, haben wir es lieber sein lassen. Das Risiko muss ja nicht sein und wir waren ja bereits in der USA.

Unsere Rückfahrt war erst abends um 23 Uhr und somit hatten wir für alles über 12 Stunden Zeit, was es etwas entspannter machte. Die abendliche Fahrt mit dem „Hornblower“ startet um 21:30 Uhr und sollte ca. 22:10 Uhr fertig sein, was auch genügend Zeit für den Rückweg geben sollte. Die Fahrt am Tag konnten wir ganz nach Belieben selbst aussuchen und uns einfach anstellen. Nach der Kaffeestärkung wollten wir uns zuerst etwas am anliegenden „Queen Victoria Park“ umsehen. In den letzten 30-45 Minuten sind einige Menschen dazugekommen und wir entschieden uns dann doch spontan direkt die Tagesfahrt schon wahrzunehmen. Dank unserer Online Tickets konnten wir direkt runter zum Schiffsanleger und mussten uns oben nicht noch an der Ticketkasse anstellen.

Hornblower – Fahrt bei Tag

Über einen Zugang gelangt man zu den Fahrstühlen, welche einen runter zum Schiffsanleger bringen. Hier wird jeder Gast noch einer kurzen „Fotosession“ für das obligatorische Touristenfoto unterzogen und anschließend befindet man sich auf einer Art Vorplatz. Neben einem Festzelt gibt es auch einen Außenbereich mit Live Musik, Snack- und Getränkewagen und Souevenirs. Wir sind direkt weiter zur Ticketkontrolle, wo alle Tickets gescannt werden und man direkt bis zum Anleger gelangt. Wir fragten vorsichtshalber nach, da unser Ticket für beide Fahrten funktionieren sollte und dies wurde uns auch so bestätigt. Kurz darauf bekommt man die kostenlosen und für die Niagarafälle bekannten Regenponchos ausgehändigt. Da man hier ganz nah an die Wasserfälle fährt, wird man aufgrund des Sprühnebels auf jeden Fall nass!

Wir standen relativ weit vorne in der Warteschlange und als es auf das Schiff ging, ergatterten wir auch auf dem Oberdeck einen Platz direkt an der Seitenreling. Somit war schonmal keiner direkt vor uns und ganz vorne wollten wir nicht stehen. Einige Fahrgäste, die die vorherigen Schiffe verließen sahen dann doch ganz schön duchnässt aus. 😀

Wir legten ab und auf der gegenüberliegenden Seite sieht man die Anlegestelle der USA. Während wir auf der kanadischen Seite pink-rote Ponchos hatten, so waren es in der USA blaue. Auf jeder Seite waren zu dem Zeitpunkt zwei Schiffe unterwegs und es lief alles routiniert und abwechselnd ab. Zuerst fährt man etwas an den „American Falls“ vorbei, bevor man dann zu den kanadischen „Horseshoe Falls“ gelangt. Hierbei weht einem der Sprühnebel gut entgegen und wir hatten nur die GoPro im wasserdichten Gehäuse in Benutzung. Es war genial! Hier waren wir nun also an den „Niagarafällen“, einem Ort den viele nur theoretisch besuchen und wir konnten dies auf unserer Weltreise verwirklichen. Dafür sind wir dankbar und hatten einfach den Moment genossen.

Niagarafälle – Weltgrößter Wasserfall Nordamerikas besuchen

Queen Victoria Park & Clifton Hill

Die Fahrt dauerte etwas um die 15 Minuten und war unserer Meinung nach ausreichend. Das Schiff legte wieder an und wir verließen die Anlegestelle zurück zum „Queen Victoria Park“. Während unserer Fahrt kam auch endlich die Sonne heraus und bescherrte uns den restlichen Tag gutes Wetter. Wir spazierten den „Queen Victoria Park“ parallel zum Wasser, bis wir direkt bei den „Horseshoe Falls“ angelangt waren. Inzwischen war echt viel los und somit leider auch viele Menschen, die sich keine Gedanken um ihre Umgebung machen und einfach irgendwo vor einem stehen bleiben oder anrempeln.

Wir machten hier einige Fotos und Videos, bestaunten die Wassermassen und nachdem wir zuerst noch ein kleines Stück weiter gegangen waren, drehten wir wieder um. Es gab eine Reihe an Souvenirläden, welche wir durchstöbert hatten und da es inzwischen schon 15 Uhr war, machte sich auch der Hunger bemerkbar. DIe meisten Restaurants befinden sich um die Straße „Clifton Hill“, doch wir hatten nicht damit gerechnet, was uns hier erwartet hatte. Ein Mix aus Hollywood, Las Vegas und zu vielen Menschen…definitiv nichts für Torben! Auch Vivi waren die ganzen übergroßen Figuren der Horrorgeschäfte, Wachsmuseen und anderen Attraktionen zu viel Input. Da haben wir wirklich bei der Reise die Ruhe schätzen gelernt. Versteht uns nicht falsch, wir machen gene mal einen Ausflug in die Großstadt, doch hier wollten wir nur schnell weg! 😀

Ein Subway diente als Stärkung und nachdem wir noch ein paar weitere Souvenurgeschäfte durchstöberten, wollten wir uns etwas im Park entspannen. Wir machten es einigen anderen nach und saßen uns auf Torben´s Jacke auf den Rasen und ließen uns die Sonne ins Gesicht strahlen. Einfach mal etwas abschalten und die Umgebung genießen war zu dem Zeitpunkt die perfekte Entscheidung.

Falls Firework Cruise

Um 21 Uhr sollte das Schiff für die Abendtour ablegen, doch man sollte entsprechend vorher an der Anlegestelle für das Boarding sein. Zu dem Zeitpukt war es etwas nach 18 Uhr und wir legten noch eine Runde parallel zum Wasser ein und entdeckten sogar Dank des Sonnenstandes einige Regenbögen über/in den Wasserfällen. Man kann auf der kanadischen Seite sogar mit einer Zipline parallel zum Wasser runter, doch mit CA$60 pro Fahrt, war es uns das nicht wert. Wir beobachteten da lieber andere Menschen beim Spaß haben und winkten ihnen zu.

Torbens innere Pünktlichkeitsuhr machte sich allmählich bemerkbar und somit wollte er zeitig schonmal runter. Das war sogar eine gute Idee, denn es blieb nur eine kurze Zeit lang leer, bis dann die Menschenmassen nach unten strömten und anfingen sich für das Boarding anzustellen. Schnell eilte Torben von unserer Sitzbank zur Warteschlange und ergatterte einen Platz relativ weit vorne. Das gute Wetter hatte noch einige umgestimmt sich schnell ein Ticket zu kaufen und zudem war es Freitagabend.

Eine halbe Stunde dauerte es noch, bis dann das Boarding begann. Übrigens wurde eine solche Fahrt nur von der kanadischen Seite aus angeboten! Wir hatten allerdings auch nicht weiter recherchiert, ob dies auf amerikanischer Seite zu anderen Zeiten stattfindet. Nach und nach füllten sich beide Schiffe. Wir waren dabei auf dem Ersteren, welches praktischerweise zuerst ablegte und später auch zuerst wieder anlegte. Unseren Zeitplan sollten wir damit also einhalten können. Bereits von der Anlegestelle konnte man die Lichter an den Wasserfällen erkennen. Wie wir erfuhren, war dies ein „4 Millionen Dollar Projekt“, welches nun die Wasserfälle aus der Ferne mit Hochleistungsstrahlern in abwechselnden Farben beleuchtet.

Ein wahres Highlight!

Wir legten ab, fuhren wieder zuerst an den „American Falls“ vorbei, dann zu den „Horseshoe Falls“ – Der Anblick fantastisch! Das Farbspiel war durch das aufgewirbelte Wasser und dem Nebel eine richtige Show und nebenan sieht man die beleuchtete Skyline. Hier sei erwähnt, dass der Schiffsführer sich größte Mühe gibt, gekonnt das Schiff so zu drehen, dass jeder Passagier einen direkten Blick auf die Wasserfälle bekommt. Wir verließen den Bereich wieder und fuhren erneut an den „American Falls“ vorbei. Das zweite Schiff musste ja auch noch los. Plötzlich knallte es am Himmel! Wie uns der Kapitän mitteilte, war dies eine Probeschuss. Doch alles sah gut aus für das Feuerwerk.

Es folgte eine Einweisung zu unserer Standposition und in welcher Richtung wir das Feuerwerk erwarten können. Kurz daraufhin ging es auch schon los.. 6 Minuten lang bestaunten wir die Feuerwerkshow und die beleuchteten Wasserfälle- Wir waren froh diese Entscheidung getroffen zu haben. Es war ein wahres Highlight! (Wir werden einige Bilder für euch hier in die Galerie packen.) Die gesamte Fahrt dauerte 40 Minuten und wir legten püntklich um 22:10 Uhr wieder an.

Zurück durch die Nacht

Wir eilten durch die Straßen zurück zum Busterminal und kamen auch 20 Minuten vor Abfahrt an. Doch um 23 Uhr kam dann kein Bus und mit uns warteten noch eine Menge anderer Menschen, sodass wir versuchten Informationen zum Bus von der „Greyhound“ – Webseite zu erlangen. Tatsächlich kam unser Bus komplett aus New York und hatte ca. 1 Stunde Verspätung… also umsonst beeilt. :-/
Naja zum Glück hatten wir keine wichtige Anschlussfahrt und konnten am nächsten Tag etwas ausschlafen. Wir informierten noch die anderen Fahrgäste, denn außer uns schien wohl keiner nachgeschaut zu haben oder hatte es für sich behalten.

Der Bus kam dann kurz vor Mitternacht und wir waren gerade im Gespräch mit einem, der aus Chile kommt und an unserer Reise interessiert war. Wir waren so vertieft, dass wir die letzten waren, die einstiegen und dann feststellten, dass der Bus überbucht war. Mit uns hatten insgesamt 7 Personen keinen Sitzplatz. Dies war nicht die Schuld des Busfahrers, denn der musste schon notbedingt für die Fahrt einspringen, obwohl er Feierabend hatte. Er bot uns an eine Rückerstattung zu erhalten oder aber irgendwie eine Sitzmöglichkeit zu finden. Wir entschieden uns dann für die Stufen vorne bei der Einstiegstür und einige nahmen noch ihre Kinder auf den Schoß um Platz für andere zu machen. So schafften wir dann die 1 1/2 Stunden Rückfahrt mit etwas Humor auf unseren „First Class“-Aussichtsplätzen.

Es folgte nur noch die Fahrt mit der U-Bahn und einem kurzen Fußmarsch bis zur Unterkunft, wo wir dann erleichtert so gegen 02 Uhr nachts ins Bett fielen.

Fazit der Bootstour

Unser Fazit für euch ist definitiv eine der Schiffstouren mitzumachen! Das Feuerwerk und die beleuchteten Wasserfälle kann man auch durchaus von Land aus bestaunen, doch für uns hat sich das Kombiticket gelohnt. Alternativ könnte man auch nur eine der Abendtouren machen, sieht dann die Wasserfälle allerdings nicht so gut aus der Nähe.
Folgende Tickets stehen bei „Hornblower Niagara Cruises“ zur Auswahl (Stand 07/2017):

  • VOYAGE TO THE FALLS BOAT TOUR (Tagestour)
    • Erwachsener ca. 18€, Kind (5-12) ca. 11€, Kind unter 4 Jahre frei
  • VOYAGE TO THE FALLS EVENING BOAT TOUR (Nachmittagstour)
    • Erwachsener ca. 18€, Kind (5-12) ca. 11€, Kind unter 4 Jahre frei
  • FALLS ILLUMINATION CRUISE (Abendtour zu bestimmten Tagen und Zeiten)
    • Erwachsener ca. 28€, Kind (5-12) ca. 25€, Kind unter 4 Jahre frei
  • FALLS FIREWORKS CRUISE (Abendtour zu bestimmten Tagen und Zeiten)
    • Erwachsener ca. 28€, Kind (5-12) ca. 25€, Kind unter 4 Jahre frei
  • Day + Night Cruise Package (Kombi aus Tages- o. Nachmittagstour und Abendtour)
    • Erwachsener ca. 39€, Kind (5-12) ca. 29€, Kind unter 4 Jahre frei

Detaillierte Informationen zu den einzelen Tickets und beinhalteten Optioen findet ihr auf der offiziellen Webseite.

Der BestCredit der Santander Consumer Bank

Wem das jedoch zu viel Geld ist, da reicht auch die Fahrt alleine nach Niagara, denn auch der Blick von der kanadischen Seite aus ist es alleine schon wert. Es ist wirklich ein gigantischer Anblick, was die Bilder fast nicht schaffen wiederzugeben. Also falls ihr in Toronto seit: Must do! 😉

Beste Grüße,
Torben & Vivi

 

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