#189 – Puerto Ayora

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Hola!

Heute ist unser „Lazy Sunday“, denn der gestrige Abend verlief noch anders als erwartet. Doch zuerst berichten wir mal von dem Abend unserer Ankunft.

Puerto Ayora

Nach unserer Ankunft bei unseren Gastgebern, holten wir erstmal etwas Schlaf nach. Als wir dann wieder wach wurden, war es bereits dunkel. Da wir etwas außerhalb der nächsten Stadt liegen ist es mit mal kurz rausgehen eher unpraktisch. Wir fragten bei unserer Gastgeberin Grace nach, welche Möglichkeiten wir noch hätten und sie bestellte uns ein Taxi. Dies wurde von einem Bekannten aus der Familie gefahren und kostete bis nach Puerto Ayora nur $3. Wir ließen uns bis zur „Ave Charles Darwin“ bringen, welches quasi die Hauptstraße am Hafen ist. Hier erwartet einen rechts und links lauter Souvenirläden und Restaurants. Wir schlenderten also etwas die Straße entlang und suchten das passende Angebot für uns.

Wir wurden dann am „Cafe del Mar“ fündig. Auch wenn die Hafenstadt eher für ihren Fisch bekannt ist und man die typische Pizza und Burger Varianten meiden sollte (laut einigen Empfehlungen aus dem Internet), entschieden wir uns hier für einen Burger. Das Fleisch erinnerte uns eher an Bifteki, was es aber eher leckerer machte als erwartet. 😀

Die Tierwelt am Pier

Mit uns war noch eine Schulklasse oder Kurs im Restaurant. Die Lehrer saßen an zwei Tischen und die Schüler an weiteren drei. Es war deshalb etwas lauter, doch wir genossen unser Abendessen und die Umgebung. Danach schlenderten wir noch die Straße bis zum Pier zurück und entdeckten hier unsere ersten Galapagos-Tiere. Ganz entspannt lagen dort einige Seelöwen und ließen sich nicht durch die Menschen stören. Am Ende des Piers saß noch ein riesiger Pelikan auf dem Geländer und bei dem Blick ins Wasser sahen wir kleine Haie und große Krabben an der Piermauer. Wir kamen mit dem Foto machen gar nicht mehr hinterher.

Etwas weiter gibt es am Hafen von Puerto Ayora noch einen „Galapagos“ Schriftzug, wo wir es uns ebenfalls nicht nahmen ließen ein Foto zu machen. Wir haben den Abend also noch gut genutzt und hielten dann an der Straße ein Taxi an, welches uns für $5 zurück zur Unterkunft brachte. Die Taxipreise hängen hier von Uhrzeit, Entfernung und Freundlichkeit ab.

Mit dem Fahrrad nach Puerto Ayora

Am nächsten Tag haben wir ebenfalls etwas Schlaf nachgeholt, weshalb wir erst gegen Mittag aus dem Bett sind. Da wir noch nichts für das Frühstück eingekauft hatten, war es unser Plan mit dem Fahrrad (welche wir von unseren Gastgebern zur Verfügung gestellt bekommen) bis zur Stadt zu fahren, etwas zu essen, einzukaufen und zurück zu fahren.

Soweit der Plan und wir machten uns auf den Weg. Der Hinweg verläuft eigentlich durchgehend bergab, wir genossen den Ausblick und den warmen Wind im Gesicht. Nach guten 25 Minuten kamen wir am Hafen an, wo wir unsere Fahrräder abstellten. Zur Mittagszeit soll es in verschiedenen Restaurants sogenannte „Almuerzo“ (=Mittagessen) Angebote geben, welche dann Vorspeise, Hauptspeise und Getränk beinhalten. Allerdings wurden wir an der Hauptstraße kaum fündig. Wir entschieden uns daher erstmal etwas Normales im „il Giardino“ zu bestellen. Nachdem wir also gestärkt waren, holten wir noch Bargeld und machten uns auf zum Supermarkt. Es ist hier für manche Restaurants oder Taxi immer von Vorteil etwas Bargeld dabeizuhaben.

Proinsular – Der Supermarkt für alle!

Direkt am Pier von Puerto Ayora liegt der hier bekannte Supermarkt, welcher quasi für alles das notwendige parat hat. Tatsächlich wurden wir hier auch für alle unsere geplanten Einkäufe fündig. In der Tat ist es nicht so reichhaltig wie ein Supermarkt aus der USA oder Deutschland, doch man findet sowohl für Frühstück, Mittag- und Abendessen benötigte Lebensmittel. In der zweiten Etage kann man zudem noch Haushaltsmittel einkaufen und in der dritten Etage ein Café besuchen. Wir deckten uns also überwiegend mit Frühstückssachen ein und gönnten uns ein Eis aus der Truhe. Hier konnten wir sogar mit unserer Kreditkarte zahlen.

Anschließend machten wir uns mit dem Fahrrad auf den Rückweg, denn diesmal ging es komplett bergauf. Mit dem ganzen Gepäck legten wir daher auch 1-2 Zwischenstopps ein und diese wurden sogar belohnt! An einer Stelle sah Vivi eine Galapagos Schildkröte auf der anderen Seite. Während Vivi auf die Fahrräder aufpasste, lief Torben auf die andere Seite und machte Fotos und Videos. Yeah! Unsere erste Schildkörte auf den Galapagos! 😊

Bei der Unterkunft angekommen befreiten wir uns erstmal von den durchgeschwitzten Klamotten und verstauten unseren Einkauf.

Galapagos Evolution

Für uns war der Tag eigentlich abgeschlossen, als uns unsere Gastgeber fragten, ob wir sie nachher zu einer Premiere einer neuen Filmdokumentation am Hafen von Puerto Ayora begleiten wollen. Es ginge dabei wohl um das Ökosystem auf der Insel und welche Auswirkungen das auf die Tier- und Pflanzenwelt hat. Wir wurden noch zu einem Teller Nudeln mit Pesto eingeladen, welches Vivi aber freundlich ablehnte, da sie nicht so gerne Pesto isst. Das Pesto war selbstgemacht und Torben freute sich über die extra Mahlzeit! Es war ein schönes Erlebnis mit den Gastgebern am Tisch zu essen. Normalerweise verläuft das eher getrennt ab, wenn wir bisher Unterkünfte bei Airbnb hatten.

Nun aber los! Offiziell hatte die Dokumentation schon angefangen und wir gingen alle dem Taxi entgegen. Auf der Fahrt zum Hafen erzählte uns der Fahrer, dass wohl bereits ein Film gezeigt wurde und er nicht wüsste, ob noch weitere Programmpunkte geplant sind. Dennoch fuhren wir zum Hafen uns schauten uns das Ganze mal an.

In der Tat waren dort eine Leinwand und mehrere Stuhlreihen in weißen Hussen aufgebaut. Wir setzten uns am Rand auf die Steinmauer, denn die meisten Plätze waren besetzt. Es wirkte im Allgemeinen auch so, als würde da noch etwas kommen. Nach einiger Zeit kam dann ein Moderator nach vorne und erklärte etwas auf Spanisch, was wir nicht wirklich verstanden hatten.  Aber dies bedeutete, dass die Veranstaltung nun erst richtig begann und wir also den Dokumentarfilm nicht verpasst hatten. Dann folgte der Film über ein paar Tauchexperten und Freitaucher, welche ihre Erfahrung und Eindrücke der Unterwasserwelt der Galapagos Inseln wiedergaben. Die Dokumentation war wirklich gut gemacht und nahm einen mit in die Vielfalt dieser Inseln. Es waren sogar einige dieser Taucher anwesend und wurden hinterher interviewt. Unser Gastgeber René ergatterte noch ein Poster mit Unterschrift für uns. 😀

„Inti Raymi“ – Sun Festival

Doch damit war der Abend noch nicht zu Ende. Wir hatten zuerst gar nicht genau verstanden, wohin Grace & Réné noch mit uns wollten, doch folgten einfach und unterhielten uns über verschiedene Eindrücke unserer Reise uns fragten etwas über deren Leben auf der Insel. Im Hintergrund ertönte eine immer lauter werdende Musik und wir kamen auf einem Festplatz an. Hier wurde das „Inti Raymi“ gefeiert, was quasi dem uns bekannten Erntedankfest gleichkommt. Dies ist ein altertümliches Fest der Inkas zur Feier ihres Sonnengottes, zum Dank der tragbaren Ernte. Der Taxifahrer hatte wohl auf der Hinfahrt davon berichtet und daher schauten wir es uns mal an. 😀

Es war sehr interessant den kulturellen Tänzen und der Musik zu folgen und Torben probierte noch „Chicha de jora“ (= Kornbier), welcher kostenlos ausgeschenkt wurde. Zudem probierten wir noch auf Empfehlung unserer Gastgeber „Morocho“ (= Ecuadorianisch gewürzters Mais Pudding Getränk), welches uns stark an Milchreis erinnerte. Das war ein wirklich tolles Abendprogramm und wir hatten eine schöne Zeit mit unseren Gastgebern! So kurz nach 23 Uhr entschieden wir uns gemeinsam für den Rückweg und fuhren mit dem Taxi zur Unterkunft.

Lazy Sunday

Wer hätte es gedacht, den heutigen Sonntag haben wir auch etwas länger geschlafen! 😀

Nachdem es gestern Abend etwas später wurde und wir dann noch den Blogbeitrag für euch verfasst hatten, wollten wir heute Morgen einfach nicht aus dem Bett. Irgendwann sind wir dann hoch und holten unser Frühstück zur Mittagszeit nach. Für heute hatten wir uns vorgenommen noch ein paar zukünftige Unterkünfte zu buchen, um die folgenden Tage etwas entspannter verbringen zu können.

Somit verbrachten wir den meisten Tag im Wohnzimmer (angrenzend an die Küche und quasi auch Esstisch), unterheilten uns viel mit Grace & Réné und konnten erfolgreich einige Unterkünfte buchen. Zum Abend hin luden sie uns wieder zum Essen ein und deckten den Tisch mit Burritos, Tortilla Chips, Guacamole, Bohnen und Käse. Wir werden hier richtig verwöhnt und genießen die Zeit mit den beiden sehr!

Danach halfen wir noch beim Abwasch und entschieden uns für einen Abendspaziergang durch die Nebenstraßen, welcher circa 45 Minuten andauerte. Uns gefällt die Natur hier sehr und wir sind gespannt, was uns noch so die kommenden Tage erwartet.

Soweit von uns!

Beste Grüße
Torben & Vivi

 

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