23730 Neustadt in Holstein, Germany
Adelaide_21

Moin ihr Lieben!

Wir freuen uns immer total, wenn ihr uns davon berichtet, dass ihr uns und unsere Reise mitverfolgt und dass euch die Eindrücke so gut gefallen. Wir machen das (also den Blog, YouTube und Social Media) für uns als Tagebuch, aber auch um Familie, Freunde und andere Interessierte auf dem Laufenden zu halten. Ebenso dient es vielleicht auch als Inspiration und Wegweiser für eigene Reisen. 😉

Also: Schön, dass ihr dabei seid! Nun geht’s weiter …

Next Stop: Adelaide

Am 26.12. flogen wir von Perth nach Adelaide. Bei Inlandsflügen muss man ja meistens nicht ganz so zeitig am Flughafen sein, aber wir planen trotzdem immer genug Zeit ein. Wir bestellten uns wieder ein UBER, der uns dann zum Flughafen fuhr. Vor Ort hat alles reibungslos geklappt und es gab bei der Sicherheitskontrolle auch einen extra Gang für Familien.

Wir sind mit „Quantas“ geflogen und im Vergleich zu den anderen Flügen waren diese 2 1/2 Std. ein „Klacks“. Auch hier bekam der Große direkt ein kleines Spielzeug von der Stewardess und war somit erstmal beschäftigt. Auch hier hat dann auch alles wieder mit unserem Gepäck geklappt. Das ist echt ein Segen!

Einmal Mietwagen bitte!

Wir sind dann erstmal schnurstracks zur Autovermietung (Europcar). Eigentlich sollten wir erst am darauffolgenden Tag unseren Mietwagen bekommen, aber aufgrund eines Tagesausflugs wäre es deutlich praktischer das Auto schon eher zu bekommen. Nach ein bisschen hin und her (und auch bereits Telefonaten aus Perth) haben wir dann auch einen Mietwagen bekommen mit dem wir nun für die nächsten Wochen durch Australien fahren.

Den Mietwagen hatten wir auch über ReissAus gebucht, was an sich kein Problem darstellt. Allerdings gab es wohl ein Missverständnis mit der Autokategorie und wir hätten beinahe nur ein kleines Auto gehabt. Der Mitarbeiter war aber sehr verständnisvoll und bemüht und letztlich haben wir dann ein Auto in gewünschter Größe mit nur geringerem Aufpreis erhalten. Ebenso waren wohl auch keine Autositze für die Kinder vorgemerkt im System, obwohl wir es angegeben haben. Hier waren laut Mitarbeiter somit auch keine weiter vorrätig. Dies lag unter anderem auch an den Feiertagen. Dennoch konnte er und seine Mitarbeiter an den zurückgebrachten Autos (welche noch nicht abschließend bearbeitet wurden) 2 Sitze ausbauen, sodass wir dann gut ausgestattet und mit vollgepacktem Auto weiter zur Unterkunft konnten.

„Das Problem lag nicht an ReissAus, sondern an einem Zwischenanbieter und dass das benannte Beispielfahrzeug eine andere Größe hatte, als die gewählte Fahrzeugklasse beinhaltet, was daher zu Verwirrung bzw. zu diesem Fehler führte.“

Zwei Tage Boxing Day in South Australia

Danach ging es dann weiter zur neuen Unterkunft, die nicht allzu weit vom Stadtzentrum entfernt liegt. Es gab dort einen Carport-Stellplatz und einen kleinen Garten (den haben wir nicht genutzt). Allgemein war die Unterkunft super schön und sehr sauber! Hier gefiel es uns wirklich sehr gut und es fehlte uns an nichts!

Der Plan war eigentlich noch einzukaufen, aber es stellte sich dann raus, dass hier in „South Australia“ der „Boxing Day“ verlängert ist, also nicht nur am 26.12. , sondern auch am 27.12. und daher hatte so gut wie alles zu.

Das war irgendwie ziemlich ärgerlich, als wir vor verschlossenen Supermarkttüren standen. Daher versorgten wir uns nur mit einem schnellen Abendessen bei Subway und verschoben den großen Einkauf erstmal auf den nächsten Tag.

Kangaroo Island

Am nächsten Tag klingelte der Wecker schon relativ früh und da wir ja auch nichts fürs Frühstück einkaufen konnten, verließen wir die Unterkunft ohne Frühstück, aber dafür mit ganz viel Vorfreude.

Mit dem Auto fuhren wir dann knapp 1 1/2 Stunden und die Kinder schliefen beide nochmal, was die Fahrt sehr entspannte.

In „Cape Jervis“ angekommen war es recht leicht einen Parkplatz zu finden. Am Fähranleger und Leuchtturm kann man kostenfrei parken und dort haben wir dann auch unseren Mietwagen geparkt. Es war ziemlich windig und Sand vom Parkplatz wehte uns entegegen.

Bepackt mit Kindern, Buggy und Tagesrucksack ging es dann zum Fähranleger und dort mussten wir dann erst noch etwas warten. Doch immerhin waren wir rechtzeitig angekommen als zu spät! Denn dann wäre der Ausflug ausgefallen. Es ging dann weiter mit der „KIC“ Fähre rüber nach „Kangaroo Island“. Eine Insel im Süden Adelaids, die grundsätzlich eine große Tiervielfalt bietet! Leider gab dort aber auch vor einiger Zeit verherende Brände mit schwerwiegenden Folgen für Tier und Mensch. Doch dazu später mehr.

Wie kommt man dort hin?

Auf die Insel kommt man entweder mit der Fähre, einem Privatboot oder Flugzeug. Bei den Fähren gibt es zwei Anbieter: „Sealink“ und „KIC“. „SeaLink“ fährt häufiger, da zwei Fähren vorhanden sind und auch hier gibt es die Möglichkeit mit eigenem Auto auf die Fähre und somit auf die Insel zu kommen. Bei „KIC“ geht das nicht, aber bietet eigene Mietwagen auf der Insel an und dieser Fähranbieter ist im Vergleich zusammengerechnet deutlich günstiger. Hier muss man ganz individuell abwägen was einem lieber ist.

In jedem Fall gilt: Rechtzeitig buchen, vor allem, wenn man mit dem Auto rüber auf die Insel möchte! Wir wären auch lieber mit unserem Mietwagen rüber, aber haben uns einfach viel zu spät drum gekümmert und dann war alles bereits schon ausgebucht.

Ankunft auf Kangaroo Island

Auf der Insel angekommen suchten wir erstmal nach Frühstück. Bei dem einen war viel los, das andere war geschlossen und naja… mehr gab es dann auch um diese Uhrzeit in „Penneshaw“ nicht. Also wieder zurück zur „Beach Bar“ und anstellen. Die Auswahl war schon etwas begrenzt und daher gab es für den Großen einen Erdbeermilchshake (für ihn hatten wir auch so noch ein paar Snacks dabei) und Torben suchte sich noch einen „Sweetpotato Pie“ aus und es gab für uns beide noch jeweils einen Eiskaffee.

Danach wir holten unseren Mietwagen für unseren Tagesausflug ab. Diesen hatten wir passender Weise auch über den Anbieter „KIC“ bestellt und da klappte alles Problemlos und auch hier hatten wir Autositze für die Kinder.

Am Abend zuvor hatte Vivi ein paar Stops auf der Insel rausgesucht und somit eine grobe Route erstellt, allerdings mussten wir diese dann im Tagesverlauf aufgrund von Prioritäten und Zeitmangel ein bisschen anpassen.

Roadtrip auf der Insel

Wir verließen „Penneshaw“ und den östlichen Teil und folgten der „B23“ bis nach „Haines“. Dort bogen wir dann in die „Wilsons Rd“ ab (welche nicht mehr geteert ist, sondern nur noch Schotterstraße ist) und fuhren an der „Emu Ridge Eucalyptus Oil Distillery“ vorbei. Dann weiter auf der „Stars Rd“ bis zur Kreuzung der „Bilchmore Rd“. Der Straße folgten wir dann in Richtung Süden (die wird in „Macgillivary“ dann zur „S Coast Rd“.

Plan war eigentlich als erster Stop zum „Seal Bay“, allerdings gab es verschiedene Infos, dass man ohne Tour gar nicht richtig an den Strand kommt und da wir nun nicht extra dort hin fahren wollten und womöglich sogar noch ein ganzes Stück gehen, um dann letztlich nichts sehen zu können, war es uns das nicht so wert, vor allem angesichts des Zeitmangels (wir mussten ja um eine bestimmte Uhrzeit auch wieder bei der Fähre für die Rückfahrt sein).

Daher fuhren wir an dieser Kreuzung, sowie auch bei „Little Sahara“ (bekannt zum „Sandboarden“) vorbei und machten aber einen kleinen Stop am „Vivonne Bay“ – einem der schönsten Strände Australiens. Da es allerdings ziemlich windig war, stieg nur Torben aus um kurz ein paar Aufnahmen zu machen. Der Strand im Süden der Insel ist wohl aber auf jeden Fall ein bekannter Surfspot. 😊 Torben war auch kurz mit den Füßen drin und er meinte, dass es recht kalt war. Im „Vivonne Bay General Store“ kaufte Torben uns noch ein kühles Getränk und für den Großen ein Quetschie. Es war schon ganz schön warm hier auf der Insel!

Wir folgten dann der Straße weiter in Richtung Westen. Unser nächster Stop war dann das „Hanson Bay Wildlife Sanctuary“. Dort soll es auch einen „Koala Walk“ geben. Allerdings gab es auch hier nur Hinweisschilder, dass Zugang nur mit Tour möglich ist. Wir stiegen dennoch kurz aus und schauten uns ein wenig um. Den „Walk“ fanden wir nicht und gesehen haben wir auch nicht wirklich was. Das war schon irgendwie frustrierend. Vor allem fragte der Große immer „Sehen wir jetzt hier die Tiere?“. =(

Von dort aus ging es dann weiter zum „Flinders Chase National Park“. Dieser ist groß ausgeschildert und am „Visitor Centre“ gab es Hinweisschilder, dass man doch hier den Parkbetrag online bezahlen soll und es gab dort auf dem Parkplatz auch freies WLAN dafür. Falls das nicht klappt oder man anderweitig Hilfe/Infos braucht, ist aber auch das Besucherzentrum besetzt und dort haben wir dann auch noch eine Karte erhalten. Der Mitarbeiter dort teilte uns dann auch mit, dass wir ziemlich sicher kaum Tiere hier sehen werden. (Hintergrund: Der vergangene Großbrand und auch die Tageszeit/Hitze)

„Black Summer“ 2019-2020

Grund dafür ist der „Black Summer“. Ende 2019 gab es aufgrund eines großen Gewitters, bei dem mehre Blitze in Bäume einschlugen, mehrere große Brände und Anfang 2020 dann noch ein großes Buschfeuer aufgrund der starken Hitze. Fast die Hälfte der Insel wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Menschen verloren nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Arbeit oder eines ihrer Liebsten. Und zahlreiche Tiere, wie Kängurus oder Koalas starben, da sie nicht so schnell fliehen konnten.

Die Natur wurde zerstört und neben dem Aufbau von neuen Wohnhäusern regeneriert sich die Natur ganz langsam von den Ausmaßen des „Black Summer“s. Doch die Tiere sind noch lange nicht wieder zurück. Bis die sich wieder dort ansiedeln wird es wohl noch dauern.

„Admirals Arch“ & Seelöwen

Als wir unseren Parkbeitrag von 12,50 AU$ (= ca. 8,10 € / Kinder erst ab 4 Jahren) bezahlt hatten, fuhren wir auf der „Cape Du Couedic Rd“ süd-östlich weiter. Kurzer Fotostop am „Bunker Hill Lookout“ und dann weiter bis zum Leuchtturm „Cape Du Couedic“ – einem wirklich sehr schönen Leuchtturm.

Dort kann man auch direkt parken und zu Fuß weiter zum „Admirals Arch Boardwalk“ gehen. Ein toller Holzpfad mit schöner Aussicht auf das Meer und die Felsen. Wir sind dann den Weg komplett entlanggegangen und am Ende ist man dann bei der Höhle angekommen. Hier tummelten sich einige Seelöwen. Das fand der Große besonders schön anzusehen. Manche ruhten sich aus, andere plantschten im Wasser oder spielten/kämpften miteinander.

Aber auch hier war es recht windig und es gab unglaublich viele Fliegen, die super penetrant und einfach nervig waren!

„Können wir hier Tiere sehen?“

Die Seelöwen waren schon toll, aber so richtig befriedigend war es für keinen von uns. Wir verließen den Nationalpark, aber fuhren dann erstmal über den „W End Hwy“ in Richtung Norden. Hier konnte man auch noch sehr gut die Ausmaße des Feuers sehen bzw. auch von aktuelleren Bränden, denn hier waren noch viele Bäume ziemlich kahl und schwarz.

An der Kreuzung folgten wir dann dem „Playford Hwy“ in Richtung Osten und machten in „Parndana“ beim „Kangaroo Island Wildlife Park“ einen Halt. Am Straßenrand sahen wir immer mal tote Tiere und wir gaben es auf, dass wir am heutigen Tag noch Tiere, wie Kängurus oder Koalas wild sehen auf. Durch den „Black Summer“ aber auch durch Covid hat die beliebte und eigentlich immer gut besuchte Insel viele Einbüsungen machen müssen und sie sind auf Unterstützung angewiesen. Die kann z.B. auch durch einen Eintritt in so einen „Park“ möglich sein.

Der Eintritt kostete 29,50 AU$ (= ca. 19,10 € / Kinder erst ab 3 Jahren) und für 6 AU$ kauften wir noch zwei Tüten Kängurufutter. Bisschen wie bei uns im Tierpark, nur dass wir dann für die Ziegen Futter kaufen können. 😀

Als Erstes steuerten wir auf die Koalas zu. Die Augen des Großen strahlten. Dann ging es weiter, vorbei an den Quakkas, zu zwei kleinen Pinguinen, die gerade gefüttert wurden. Auch das war ein Highlight für den Großen.

Dann folgte das Kängurugehege, das betretbar war. Vorsichtig näherten wir uns zwei Kängurus mit einem Kleinen, die aber scheinbar sehr hungrig waren. Torben zeigte Ry wie man sie füttert und machte es mit ihm zusammen. Er war echt sooo mutig und war dann voller Vorfreude, aber echt ganz vorsichtig! Das hat ihm so viel Freude gemacht und war total schön anzusehen.

Wir haben uns dann noch den Rest grob angeschaut und sind dann wieder zurück zum Auto und dann auch wieder die Strecke nach „Penneshaw“ zurück. Dort tankten wir das Auto voll und gaben es wieder ab. Das klappte alles problemlos und wir waren nur wenige Kilometer darüber.

Danach gingen wir noch zum Supermarkt um uns noch was Kühles zu trinken zu kaufen. Ein Eis durfte es dann auch noch sein und dann ging es wieder zurück zur Fähre.

Fazit zu „Kangaroo Island“

Vielleicht hatten wir zu wenig Glück, vielleicht, weil wir keine Tour gebucht haben, vielleicht waren wir auch nicht an den richtigen Orten oder es war einfach zu heiß oder vielleicht liegt es halt daran, dass sich vor Ort immernoch alles regenerieren muss und die Tiere, die es überlebt haben, haben sich an einen sicheren Ort verkrochen. Wir hatten uns Wildlife gewünscht und erhofft, das können wir nicht verleugnen. Vielleicht hätten wir uns über den Zustand der Insel und der Tiere noch besser informieren müssen.

Jedoch ist das am Ende des Tages alles halb so schlimm, denn es war trotzdem ein schöner Tag. Es hat soweit alles gut geklappt und es war auch interessant, dass vor Ort mal live zu sehen. Wir hoffen auf jeden Fall, dass so ein großes, unkontrollierbares Feuer nicht mehr so schnell passiert!

Ansonsten: Wer sich nicht so abhetzen möchte, sollte eine frühere Fähre nehmen oder gleich mehrere Tage auf der Insel einplanen. Dann ist es weniger stressig und man sieht mehr. Das war nur bei uns aufgrund der weiteren Pläne nicht drin.

Ab nach Adelaide und erstmal einkaufen

Wir stiegen in unser eingestaubtes Auto ein und fuhren wieder zurück nach Adelaide. Kaum unterwegs, sahen wir schon die ersten Kängurus auf den Feldern recht nah am Straßenrand. Das gibt’s doch nicht! Zum Glück hat auch der Große sie beim Vorbeifahren gesehen. Es waren echt nicht wenige! Ist ja auch klar, denn die Sonne ging langsam unter und es war nun auch schon etwas abgekühlt. Da ist es ja verständlich, dass die Tiere dann nun rauskommen. Wir haben uns einfach an dem Fakt gefreut. 😊

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch bei einem „Woolworths“ abgehalten, um noch ein paar Getränke, sowie Lebensmittel v.a. fürs Frühstück zu besorgen. Danach ging es dann für uns wieder zurück zur Unterkunft.

Wir hatten einen schönen Tag und sind dann mit wieder neuen und schönen Eindrücken ins Bett.

Sonnige Grüße,
Torben & Vivi

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